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Japanisches Kultur Institut

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Grußwort Tokiko Kiyota

Tokiko Kiyota, Direktorin
Am 30. März d.J. habe ich als Nachfolgerin von Herrn Prof. Kazuaki Tezuka die Leitung des Japanischen Kulturinstituts übernommen.
 
Wie einige von Ihnen vielleicht wissen, hat mich meine berufliche Tätigkeit in der Japan Foundation nun zum dritten Mal nach Köln geführt - das erste Mal von 1987 bis 1991, das zweite Mal von 1999 bis 2004 und diesmal seit Oktober 2011. Jedesmal war es mir eine große Freude, mit vielen verschiedenen deutschen und japanischen Partnern gut zusammenarbeiten zu können. Ich muss aber auch gestehen, dass ich bei diesen Aufenthalten nicht nur die Projekte intensiv vorangetrieben habe, mit denen die japanische Kultur in Deutschland vorgestellt werden sollte, sondern auch viel deutsche Kultur genossen habe, was mir ebenso große Freude gemacht hat.

Beim ersten Aufenthalt war ich in der Hauptsache für die japanische Sprache, beim zweiten für Kunst und Kultur und beim dritten Mal bis heute für wissenschaftliche Veranstaltungen zuständig. In allen Bereichen durfte ich wertvolle Erfahrungen sammeln und hoffe, diese auch in Zukunft weiter ausbauen zu können.

Das Ziel der Japan Foundation und des Japanischen Kulturinstituts ist es, die Kenntnisse über Japan im Ausland zu vertiefen, das gegenseitige Verständnis zwischen den Völkern zu fördern, sich im kulturellen Bereich wie auch in anderen Bereichen konstruktiv einzubringen und so zur Erhaltung eines guten internationalen Umfelds und zur Pflege und Entwicklung der außenpolitischen Beziehungen Japans mit anderen Ländern beizutragen. Für dieses Ziel arbeiten wir sowohl im Kulturinstitut in Köln, wie auch bundesweit als Deutschlandvertretung der Japan Foundation.

Während meiner Zeit als Direktorin des Kölner Instituts möchte ich im Bereich Kunst und Kultur unsere Bemühungen weiter verstärken, damit Japan mit seiner zeitgenössischen ebenso wie mit seiner traditionellen Kunst noch häufiger in deutschen und europäischen Festivals bzw. Ausstellungen vorgestellt und wertgeschätzt wird. Ich möchte darüber hinaus auch die künstlerische Zusammenarbeit von japanischen und deutschen Künstlern bzw. von Künstlern verschiedener Nationen fördern.
 
Was den Bereich Japanische Sprache angeht, so hat die Japan Foundation den JF Standard for  Japanese-Language Education entwickelt, der an das Common European Framework of Reference for Languages: Learning, teaching, assessment (CEFR) angelehnt ist und beiden Seiten, den Lernenden und den Lehrenden dienen soll. Die Japan Foundation hat unter dem Titel Marugoto (Umfassendes Wissen) – Sprache und Kultur Japans eigene Lehrbücher auf Basis des JF Standard entwickelt, die bei den Sprachkursen des Japanischen Kulturinstituts benutzt werden. Zusätzlich entwickeln wir Hilfsmaterialien eigens für deutschsprachige Lerner. Unsere Lehrer werden Fortbildungsseminare in ganz Deutschland als Dozenten besuchen und dabei auch die Netzwerke der Lehrer erweitern.
 
Im Bereich Japanforschung und Intellektueller Austausch möchte ich den Schwerpunkt auf die Förderung junger Wissenschaftler legen. Im letzten Fiskaljahr haben wir unter der Leitung von Herrn Prof. Tezuka die Themen Neue Wege der Energieversorgung und Arbeitsrecht behandelt. Wir möchten solche japanisch-deutschen Dialogveranstaltungen fortsetzen und auf andere Themen ausweiten.

In diesem Jahr feiert die Stadt Köln zusammen mit der Stadt Kyoto das 50-jährige Bestehen ihrer Städtepartnerschaft. Als in Köln beheimatetes Kulturinstitut möchten wir an diesem Jubiläumsjahr tatkräftig mitwirken. Dazu haben wir auch schon einige Projekte entwickelt. Bitte werfen Sie einen Blick in unser Programm.

Ich danke Ihnen für Ihr Interesse an den Aktivitäten des Japanischen Kulturinstituts und die bisher eingebrachte Unterstützung und freue mich auf meine neuen Aufgaben und Herausforderungen. Ich hoffe, dass wir mit Ihrem Rat, Ihren Anregungen und Ihrer Kooperation auch in Zukunft erfolgreich für den Kulturaustausch arbeiten können.


Mit freundlichen Grüßen,
Tokiko Kiyota

Köln, im April 2013