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Japanisches Kultur Institut

YUME MUGEN - TRÄUME HABEN KEINE GRENZEN

07. April bis 10. Juni 2017

© Marcel Haupt

Eröffnung am Freitag, 7. April 2017 um 19 Uhr
Mit einem Vortrag von Prof. Dr. Christian Tagsold,                
Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, Institut für Modernes Japan


Der japanische Kampfsport Judo (wörtlich „sanfter Weg“) zählt seit 1964 zu den olympischen Sportarten. Basierend auf philosophischen Grundprinzipien hat er nicht allein die Kräftigung des Körpers, sondern auch die Kultivierung des Geistes zum Ziel.

Der junge Photograph Marcel Haupt (*1986) ist mit seiner eigenen Biographie dafür prädestiniert, einen neuen und außergewöhnlichen Blick auf diesen Sport zu werfen: Seit seiner Kindheit ist er selber erfolgreich im Judo aktiv, hat zahlreiche Medaillen bei Deutschen Meisterschaften und internationalen Wettbewerben gewonnen und kämpft in der 1. Bundesliga für die SU Witten Annen. Darüber hinaus ist er seit 2011 auch international als Photojournalist tätig und steht kurz vor dem Abschluss seines Studiums der Photographie an der FH Dortmund.

Die Ausstellung zeigt etwa 50 Photographien, die zwischen Januar 2015 und Januar 2017 in Japan und Köln entstanden sind. Sie wurden in analoger Technik aufgenommen und auf hochwertigem traditionellen Washi-Papier produziert. Den Schwerpunkt der dokumentarischen Arbeiten bilden eindrucksvolle Porträts von japanischen Judo-Nachwuchssportlern, deren Alltag durch extrem hartes Training geprägt ist. Für alle wäre eine Teilnahme an den Olympischen Spielen die Erfüllung ihres größten Traums.

Zur Ausstellung erscheint ein Begleitkatalog.



Vortrag im Rahmen der Eröffnungsfeier

Olympische Spiele in Tokyo: Träume, Symbole und ... Unerwartetes!
Von Prof. Dr. Christian Tagsold

Sport ist spannend, weil das Ergebnis nie feststeht. Gerade wenn die Favoriten verlieren, vermag Sport große Geschichten zu erzählen. Die Judo-Wettkämpfe der Olympischen Spiele Tokyo 1964 endeten mit einer Sensation: Ein Niederländer gewann Gold in der offenen Gewichtsklasse! Die Niederlage des japanischen Favoriten im Finale war allerdings für die weltweite Verbreitung von Judo nur von Vorteil: Der Sport wurde in Europa umso populärer.

Der Vortrag wird die sportlichen Träume, die symbolische Wirkung von Olympischen Spielen und die Chancen aufgreifen, die sich aus dem Unerwarteten ergeben – für die Spiele 1964 und die kommenden 2020.

Prof. Dr. Christian Tagsold lehrt seit Januar 2006 am Institut für Modernes Japan der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf. Seine Promotion in Soziologie, Japanologie und Neueren und neuesten Geschichte an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg widmete sich dem Thema „Die Inszenierung der kulturellen Identität in Japan. Das Beispiel der Olympischen Spiele Tokyo 1964“.

 
Mit freundlicher Unterstützung durch