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Japanisches Kultur Institut

DREI FILME VON SADAO YAMANAKA

im Kino Arsenal, Berlin

11. bis 27. Juni 2017

26 Filme drehte der japanische Regisseur Sadao Yamanaka zwischen 1932 und 1937, bevor er zum Kriegsdienst eingezogen wurde und 1938 an der mandschurischen Front mit nur 29 Jahren starb. Lediglich drei seiner Filme sind heute noch erhalten, zeugen aber von einem außergewöhnlichen Talent und von einem zugleich unermesslichen und doppelten Verlust – von Filmen, die verloren gingen und solchen, die er nicht mehr drehen konnte. Yamanaka, tätig in einer Zeit der filmischen Innovation im japanischen Kino, kommt das große Verdienst zu, das Genre des – jidai-geki – in der Edo-Zeit situierte Historienfilme –, von Klischees befreit und modernisiert zu haben. Seine Stoffe fand er in der traditionellen Volkskultur Japans, machte aus stolzen Samurais und Heldenfiguren aber verletzliche, vielschichtige Charaktere. Die Vergangenheit wird bei ihm weder verklärt noch romantisiert, sondern in realistischer und durchaus kritischer Weise beschrieben. Die Konflikte und Probleme seiner Protagonist*innen schildert er als gegenwärtig und prangert die Armut und Rechtlosigkeit zur Zeit der Feudalherrschaft an. Der Stil von Yamanakas handlungsreichen und mit Schauspielensembles entstandenen Filmen erinnert an den poetischen Realismus des französischen Kinos der 30er und 40er Jahre. Die mit Tiefenschärfe komponierten und mit Leichtigkeit und Eleganz inszenierten Bilder durchweht eine wehmütig-düstere Sichtweise auf die Welt und die Menschen. 

Nähere Informationen finden Sie auf der Homepage vom Kino Arsenal und im PDF-Dokument