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Japanisches Kultur Institut

SAKURA - REQUIEM FÜR HIROSHIMA UND NAGASAKI

Tanzperformance auf Gedichte von Sankichi Tôge

Freitag, 6. Oktober 2017 | 19 Uhr

© Keiin Yoshimura
Ausführende: Keiin Yoshimura – Tanz und Rezitation

Die Tänzerin und Choreografin Keiin Yoshimura gilt als eine renommierte Vertreterin der traditionellen japanischen Tanzkunst „Kamigata-mai“ in Tokyo, wo sie ihr eigenes Studio leitet und dem Verein „Kamigata-mai Tomo-no-kai“ vorsteht. Sie hat sich aber auch in anderen Kunstformen der japanischen und westlichen Kultur ausbilden lassen und nutzt diese vielfältigen Inspirationen zu neuartigen Formen einer Tanzperformance. „Sakura“ (Kirschblüten) ist das jüngste Werk im Rahmen ihres Projekts „Wa no kokoro“ (Geist der Harmonie). Es ist als ein Requiem für die Opfer der beiden Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki im August 1945 konzipiert. Grundlage sind Gedichte aus der Sammlung „Genbaku shishû“ von Sankichi Tôge (1917-1953), der selbst Opfer der Atombombe auf Hiroshima war und 36-jährig an den Spätfolgen verstarb. Während der Tanzperformance wird Keiin Yoshimuras eigene Rezitation der Gedichte von Tonträgern hörbar sein. Zuspielungen verschiedener Arten von Musik (Nô, Shakuhachi, Shômyô, Koto-Kumiuta u.a.) untermalen die etwa 70-minütige Darbietung, die das Leiden und die trostlose Trauer, symbolisiert durch die japanische Sakura-Kirschblüte, zum Ausdruck bringen, aber auch die Totenseelen der Atombombenopfer besänftigen und ein Gebet für den Frieden in der Welt sein soll.

Eine Produktion der Kamigata-mai Tomo-no-kai in Kooperation mit der Chiba University of Commerce, Faculty of Policy Informatics.