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Japanisches Kultur Institut

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Japanisches Kulturinstitut

Grußwort des Direktors

© June Ueno
Im April 2019 kam ich als Direktor an das Japanischen Kulturinstitut Köln. Bisher war ich als Professor an der Universität Tsukuba und als Leiter des »Bonn Office« dieser Universität tätig. Dort hatte ich mich neben Forschung und Lehre im Fach Germanistik vor allem für die wissenschaftliche Kooperation und den Studierendenaustausch mit den deutschen Universitäten eingesetzt. Nun freue ich mich sehr, im Japanischen Kulturinstitut Köln an der vordersten Front des Kulturaustauschs zwischen Deutschland und Japan arbeiten zu dürfen.

Deutschland und Japan haben sich beide nach dem Zweiten Weltkrieg zu friedlichen Nationen gewandelt, die sich zu Freiheit und Demokratie bekennen. Dieses neue Verständnis hat sich mit der Zeit in beiden Gesellschaften durchgesetzt, da wurde 1969 das Japanische Kulturinstitut in Köln gegründet, das gleich zum Symbol für eine neue Art des deutsch-japanischen Kulturaustauschs wurde. Dank der freundlichen Unterstützung vieler Beteiligten aus Deutschland und Japan, allen voran der Stadt Köln, blicken wir nun im September dieses Jahres dem Jubiläum zum 50-jährigen Bestehen entgegen.

Im Jahr 2021 werden wir noch ein anderes Jubiläum feiern: 160 Jahre seit Beginn der diplomatischen Beziehungen zwischen Deutschland (damals Preußen) und Japan. In den ersten Jahrzehnten war man in den deutschsprachigen Ländern vor allem von den traditionellen japanischen Künsten wie Malerei oder Musik fasziniert. Japan ist jedoch kein exotisches Land mehr. Als ich in den 1980er Jahren in Köln studierte, waren bereits Autos und Elektrogeräte der Berührungspunkt zu Japan. Heutzutage ist es die japanische Popkultur mit Anime und Cosplay, aber auch die Esskultur mit Sushi und Ramen, die ihren Weg nach Deutschland gefunden hat. So hat der »Japonismus«, wie er gegen Ende des 19. Jahrhunderts die Europäer begeisterte, eine neue Bedeutung hinzubekommen. Darüber hinaus stehen Deutschland und Japan vor den gleichen Herausforderungen: Der Kampf gegen die Überalterung der Gesellschaft, gegen neu aufkeimenden Nationalismus, aber auch der Umgang mit Künstlicher Intelligenz oder die Bemühungen um Nachhaltigkeit. Sicherlich gibt es auch Felder, in denen Japan und Deutschland andere Ansätze verfolgen – sei es in der Energiepolitik, in der Flüchtlingsfrage oder in der Robotisierung. Doch gerade weil Deutschland und Japan gemeinsame Werte teilen, ist ein ergiebiger Dialog und Austausch auf verschiedenen Ebenen zu erwarten.

Die Aufgabe des Japanischen Kulturinstituts Köln ist es, das gegenseitige Verständnis und die Freundschaft zwischen Japan und den deutschsprachigen Staaten zu vertiefen. Als einer der 25 Standorte der Japan Foundation im Ausland wird sich das Japanische Kulturinstitut Köln weiterhin intensiv mit den drei Bereichen befassen: Vermittlung der japanischen Kultur und Kunst, Beitrag zum Japanischunterricht sowie Förderung der Japanforschung und des wissenschaftlichen Dialogs. Im September, in dem wir unserem 50-jährigen Bestehen entgegenblicken, planen wir verschiedene Jubiläumsveranstaltungen wie Nô-Theater-Aufführungen der »Umewaka Kennohkai«-Foundation u.a. in den Philharmonien in Köln und Berlin, und eine Jubiläumsfeier, zu der die Schriftstellerin TAWADA Yôko und der Komponist HOSOKAWA Toshio geladen sind. Wir freuen uns sehr, viele Gäste hierzu, aber auch bei unseren regelmäßigen Veranstaltungen wie Filmen, Symposien und den Japanischen Sprachveranstaltungen begrüßen zu dürfen.

Japanisches Kulturinstitut Köln
Professor Dr. AIZAWA Keiichi
Direktor