GEBAUTE UMWELT: EIN ALTERNATIVER REISEFÜHRER DURCH JAPAN

19. April - 2. Juli 2021

The Honshu-Shikoku Bridge Project Photo by Takuya OmuraKeihin Industrial Area Photo by Ken OHYAMAHakusui Dam

Verlängert bis 2. Juli 2021
Anmeldung erforderlich

Die im Jahr 2018 konzipierte Wanderausstellung der Japan Foundation geht der Frage nach, in welchem Verhältnis Natur und gebaute Umwelt in Japan stehen. Anhand von Fotos, Texten und Videos stellt sie insgesamt etwa 80 Beispiele von Gebäuden, Tiefbauprojekten und Landschaftsgestaltung vor, die seit dem späten 19. Jahrhundert entstanden sind und in eindrucksvoller Weise zeigen, wie Architektur und Natur miteinander in Dialog treten. Aus jeder der 47 Präfekturen Japans ist zumindest ein Projekt zu sehen, die Auswahl wurde von HACHIMA Satoshi, Professor am Chiba Institute of Technology, HOSAKA Kenjirô, Kurator am National Museum of Modern Art, Tokyo, sowie KURAKATA Shunsuke, Außerordentlicher Professor an der Osaka City University, zusammengestellt.

Bedingt durch die geographische Lage Japans sind Architekten und Stadtplaner seit jeher vor große Herausforderungen gestellt. Aufgrund der extremen Nord-Süd-Ausdehnung der Inselkette ist das Klima in den einzelnen Regionen sehr unterschiedlich, so dass bei baulichen Konzepten eine sorgfältige Berücksichtigung der spezifischen Gegebenheiten und Bedürfnisse erforderlich ist. Neben natürlichen Gefahren wie Erdbeben, Vulkanausbrüchen, Tsunami oder Taifunen müssen immer auch die sozialen Strukturen in den Städten oder ländlichen Gegenden bedacht werden.

Unter der Leitfrage, welche Lösungen für die Aufgaben im Zusammenhang mit den geographischen Charakteristika gefunden wurden und in welcher Form diese zukunftsweisend und nachhaltig sein können, führt die Ausstellung den Besucher zu einzigartigen Wohnhäusern, zu Einrichtungen mit dem Thema Katastrophenschutz, zu Beispielen organischer Architektur bis hin zu einem gigantischen Entwässerungs- und Kanalisationssystem nördlich von Tokyo.

Die Vielfältigkeit der gebauten Umwelt spiegelt sich schließlich auch in der ungewöhnlichen Ausstellungsarchitektur wider. Jedes Bauprojekt wird in Form eines dreiseitigen Kubus vorgestellt, der wiederum mit anderen verbunden ist und damit inhaltliche Berührungspunkte verdeutlicht. In ihrer Gesamtheit bilden sie die Form des japanischen Archipels.

Eine Einführung in die Ausstellung durch den Architekturkritiker und Japankenner Ulf Meyer ist auf unserem YouTube-Kanal zu sehen:
https://www.youtube.com/watch?v=1jwt3XTZpI0

Die Ausstellung ist Teil der Photoszene United 2021.

Der Besuch der Ausstellung ist montags - freitags von 14 - 17 Uhr in Zeitfenstern von jeweils einer Stunde nach Voranmeldung über Guestoo möglich (maximal 10 Personen pro Zeitfenster). Das Anmeldeformular wird 1-2 Wochen im Voraus freigeschaltet.

Anmeldeseite bei Guestoo

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