LITERATUR DER ÄRA HEISEI (1989 - 2019)

Abschied von einer Epoche

Freitag, 15. November 2019 | 19 Uhr

© EB-Verlag

Vortrag von Dr. des. Christian Chappelow, Universität Frankfurt am Main

Das Jahr 2019 sah einen Zeitenwandel in Japan: Die „Literatur der Heisei-Ära“ (Heisei bungaku), die mit dem Tod von Kaiser Hirohito (1901-1989) und dem Ende der Shôwa-Ära 1989 ihren Anfang nahm, hat sich über drei Dekaden hinweg bis zur Abdankung des Kaisers Akihito am 30. April 2019 entwickelt und trat in den Raum der Geschichtlichkeit ein. Das Erdbeben von Kôbe, der Sarin Gas-Anschlag der neureligiösen Gruppe AUM im Zentrum der Metropole Tôkyô und nicht zuletzt die „Fukushima“-Katastrophe im Nordosten des Landes – die japanische Literatur hat die Ära Heisei und ihre Geschehnisse intensiv zeitdiagnostisch dokumentiert, doch auch internationale Bestseller produziert und ihren Status innerhalb einer Weltliteratur bestätigt.

Der Vortrag möchte, auch anlässlich der Veröffentlichung des Sonderhefts Heisei 1989-2019, eine bemerkenswerte Epoche japanischer Literatur
verabschieden. Neben einem Überblick über zentrale Trends, Terminologien und Texte dieser Jahre sollen in kommentierten Lesungen auch Autorinnen und Autoren zu Wort kommen, die bislang hierzulande noch kaum bekannt sind.

Bibliographische Informationen
Gebhardt, Lisette, Christian Chappelow und David Jungmann (Hrsg.)
(2019): Sonderheft Heisei 1989-2019. Japanische Literatur. Berlin:
EB-Verlag. 142 Seiten.
ISBN: 978-3-86893-309-3