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Japanisches Kultur Institut

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Japanisches Kulturinstitut

DER JAPANISCHE GARTEN ALS MYTHOS

Vortrag

Freitag, 08. Februar 2019 | 19 Uhr

Wiener Weltausstellung. Der Garten der Japanesen und dessen Eröffnung durch das österreichische Kaiserpaar. Originalzeichnung von F. Kollarz. © Sammlung Christian Tagsold

von PD Dr. Christian Tagsold, Institut für Modernes Japan der Heinrich-Heine Universität Düsseldorf

Seit rund 150 Jahren werden im Westen japanische Gärten angelegt. Dieser Gartenstil hat weite Verbreitung gefunden und begeistert viele Menschen. Was steckt hinter dieser Mode? Und wofür stehen japanische Gärten überhaupt?

Die Antwort auf diese beiden Fragen ist viel komplexer, als man anfänglich glauben möchte. Zum einen haben sich die Vorstellungen zum japanischen Garten in diesen eineinhalb Jahrhunderten deutlich verändert – nicht nur im Westen, sondern auch in Japan selbst. Zum anderen ist die Idee des japanischen Gartens eingebunden in eine umfassende Imagination vom Anderen, Fremden, Exotischen. Über die Gärten als anschauliche Räume entsteht eine Idee, wie Japan ist, ein Land scheinbar voller Ästhetik und einer besonderen Nähe zur Natur. Diese Vorstellungen werden nicht nur durch westliche Beobachter in Umlauf gebracht. Auch japanische Intellektuelle haben ihren Anteil daran gehabt, einen umfassenden Mythos zu produzieren, der die eigentlichen Gärten überstrahlt.